Was sind Mandeln und Polypen?
Mandeln (Tonsillen) und Rachenmandel (Adenoid) sind lymphatisches Gewebe, das im Kindesalter Teil des Immunsystems ist. Bei Kindern mit häufigen Infektionen oder genetischer Veranlagung kann dieses Gewebe übermäßig wachsen und die Atemwege verengen.
Welche Symptome werfen die Frage einer Operation auf?
- Deutliches Schnarchen und Atemaussetzer im Schlaf
- Gewohnheitsmäßige Mundatmung
- Häufig wiederkehrende Halsinfektionen im Jahresverlauf
- Schluckbeschwerden oder Ernährungsprobleme
- Aufmerksamkeitsdefizite tagsüber, Rückgang der schulischen Leistungen
Wie wird die Entscheidung für eine Operation getroffen?
Eine einzelne Infektionsepisode erfordert in der Regel keine Operation. Die Entscheidung wird unter Berücksichtigung der Infektionshäufigkeit, des Grades der Atemwegsverengung und der Auswirkungen auf Schlaf und Entwicklung des Kindes gemeinsam getroffen. Bei Bedarf werden Schlaf- und Atembeschwerden gemeinsam mit der Familie besprochen.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Die Adenotonsillektomie (Entfernung von Mandeln und Rachenmandel) erfolgt unter Vollnarkose und kann heute mit blutungsarmen Techniken wie Radiofrequenz oder thermischem Schweißen durchgeführt werden. Diese Methoden können helfen, Schmerzen und Heilungszeit zu verkürzen.
Worauf sollte nach der Operation geachtet werden?
In den ersten Tagen sind Halsschmerzen und eine Umstellung auf weiche Kost zu erwarten; reichliches Trinken unterstützt die Genesung. Hält das Schnarchen nach der Operation an, ist die häufigste Ursache dafür oft eine Allergie; in diesem Fall wird zusätzlich eine allergologische Abklärung empfohlen.
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